Exzellenzcluster Inflammation at Interfaces (2007-2018)

„Inflammation at Interfaces“ wurde im Rahmen der vorangegangenen Exzellenzinitiative von Bund und Ländern in zwei Förderphasen von 2007 bis 2018 gefördert. In der ersten Förderphase 2007-2012 (Gesamtbudget: 34,2 Millionen Euro) verfolgte der Cluster den linearen Forschungsansatz, dass ein bestimmtes Gen eine bestimmte Erkrankung verursacht und diese mit einem bestimmten Medikament behandelt werden kann. In der zweiten Förderphase 2012-2018 (Gesamtbudget: 41,4 Millionen Euro) hat sich die Forschung in Richtung Systemmedizin weiterentwickelt, um die komplexen Erkrankungen organübergreifend und ganzheitlicher zu untersuchen.

    Nachhaltige Strukturinnovationen

    Eine wichtige Errungenschaft des vorherigen Exzellenzclusters „Inflammation at Interfaces“ ist ein tiefgreifender Wandel der wissenschaftlichen Kultur und Governance aller am Cluster beteiligten Institutionen, der zu einer signifikanten Steigerung der wissenschaftlichen Produktivität und Sichtbarkeit beigetragen hat. Zu den in dieser Zeit neugeschaffenen Strukturen zählen die Exzellenzzentren für Entzündungsmedizin, die Schleswig-Holstein Excellence-Chairs sowie die 2018 neu geschaffene Governancestruktur PHSH (Precision Health in Schleswig-Holstein). Diese lokalen Entwicklungen sind einzigartig in ihrer Interdisziplinarität und der starken Konzentration auf die klinische Translation.

      Exzellente Forschung

      Die Forschung im Cluster hat zu einer Reihe von herausragenden und einflussreichen Ergebnissen geführt. So haben beispielsweise Cluster-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler mehrere internationale genetische Metaanalysen und Genomweite Assoziationsstudien (GWAS) für chronisch entzündliche Erkrankungen an Barriereorganen (chronic inflammatory bowel disease, CIBD) geleitet oder waren an den Projekten auf höherer Ebene beteiligt. Ein weiterer wissenschaftlicher Höhepunkt war die Entwicklung eines IL-6 Trans-Signalinhibitors, der derzeit in einer Phase-2-Studie für CIBD getestet wird.

      Jahresbericht 2018 des Exzellenclusters „Inflammation at Interfaces“ (pdf)

        Kunst und Wissenschaft

        Der Exzellenzcluster „Inflammation at Interfaces“ ist mit einer Kooperation mit der Muthesius Kunsthochschule in Kiel neue Wege gegangen, um Wissenschaft auf non-verbaler Ebene verständlich zu vermitteln. Künstlerinnen und Künstler der Kunsthochschule haben in zwei Ausstellungen die Arbeit des Clusters in die visuelle Sprache der Kunst umgesetzt und so einen erfahrbaren Zugang zu den komplexen Forschungsergebnissen geschaffen.

        • Ausstellung „Entzündet“ in Berlin vom 20.04.2010 – 30.04.2010
        • Ausstellung „Mikrobiom – der Mensch ist nicht allein“ in Kiel vom 21.05.2017 – 28.02.2019