Welche Immunzellen treiben chronische Entzündungen voran – und was aktiviert sie?

Koordinatoren: P. Bacher (CAU), M. Hoffmann (UzL)

T-Zellen spielen eine zentrale Rolle bei der Steuerung unseres Immunsystems. Über ihren T-Zell-Rezeptor erkennen sie spezifische Antigene und lösen gezielte Immunreaktionen aus. Bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen können jedoch T-Zellen, die krankheitsrelevante Antigene erkennen, schädliche Eigenschaften entwickeln und zu anhaltenden Entzündungen und Gewebeschäden beitragen.

RTF-IV entwickelt und nutzt moderne Technologien, um diese krankheitsrelevanten T-Zellen zu identifizieren und ihre Funktion zu untersuchen. Wir wollen verstehen, wie schützende und krankheitsfördernde T-Zell-Reaktionen entstehen, warum sie bestehen bleiben und wie sie mit anderen Zellen des Immunsystems interagieren – darunter B-Zellen und im Gewebe ansässige Stromazellen.

Wenn es gelingt, schädliche von schützenden Immunreaktionen zu unterscheiden, könnten sich daraus neue Biomarker und sehr spezifische therapeutische Angriffspunkte ergeben. Langfristiges Ziel ist es, gezielt jene Immunreaktionen zu kontrollieren, die eine Erkrankung antreiben, ohne dabei das Immunsystem als Ganzes zu unterdrücken.