Lassen sich langfristige molekulare Veränderungen in erkrankten Zellen rückgängig machen?

Koordinator*innen: H. Kirchner (UzL), S. Jabs (CAU), F.-J. Müller (CAU) P. Rosenstiel (CAU)

Chronische Entzündungen können dauerhafte molekulare Spuren in Zellen hinterlassen. Eine wichtige Rolle spielen dabei epigenetische Veränderungen. Sie beeinflussen, wie genetische Informationen genutzt werden, ohne die DNA-Sequenz selbst zu verändern. Solche Veränderungen können dazu beitragen, dass eine chronische Entzündung fortbesteht, selbst wenn der ursprüngliche Auslöser nicht mehr vorhanden ist.

RTF-III untersucht, wie solche veränderten zellulären Programme bei chronischen Entzündungserkrankungen entstehen und warum sie langfristig bestehen bleiben. Dafür untersuchen wir Veränderungen an der DNA, der RNA und an Proteinen, die mit der DNA in Verbindung stehen. Zum Einsatz kommen Zellen von Patientinnen und Patienten sowie präklinische Modelle.

Unser Ziel ist es, diese molekularen Regulationsmechanismen nicht nur zu verstehen, sondern sie gezielt zu beeinflussen. Mit neuen Technologien, darunter CRISPR-basierte Verfahren, untersuchen wir, ob sich krankhaft veränderte Zellen so umprogrammieren lassen, dass sie sich wieder einem gesünderen Zustand annähern. Daraus könnten langfristig neue Therapieansätze entstehen, die gezielt an den Mechanismen ansetzen, die chronische Entzündungen aufrechterhalten.