Dora Stölzl erhält den Deutschen Neurodermitis-Nachwuchspreis 2021

Dora Stölz,  Clinician Scientist des Exzellenzclusters PMI, erhält den Forschungspreis für ihr Projekt zur dentifikation und Untersuchung von Biomarkern für den Krankheitsverlauf der atopischen Dermatitis mithilfe einer nicht-invasiven Methode zur Probenentnahme.

Mit dem Deutschen Neurodermitis-Preis würdigt die Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG) innovative Forschungsarbeiten und Projekte im Bereich der Neurodermitis. In diesem Jahr wurden neben dem Hauptpreis auch zwei Nachwuchspreise verliehen. Dr. Dora Stölzl, Assistenzärztin der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie des Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH), Campus Kiel, und Clinician Scientist des Exzellenzclusters „Precision Medicine in Chronic Inflammation“ (PMI), konnte die Fachjury von ihrem neuen Ansatz für die Identifikation und Untersuchung von Biomarkern für den Krankheitsverlauf der atopischen Dermatitis mithilfe einer nicht-invasiven Methode zur Probenentnahme, der sogenannten dermalen Mikroperfusion, überzeugen. Der Nachwuchspreis ist mit 7.500 Euro dotiert.

„Diese minimal-invasive Technik ermöglicht den direkten Zugang in die Haut und das Sammeln von Gewebsflüssigkeit mit vitalen immunkompetenten Zellen. Dadurch können das Entzündungsgeschehen und die Immunreaktionen im Kontext des Krankheitsverlaufs der Neurodermitis untersucht werden,“ erklärt Dr. Stölzl, die sich dank des Clinician Scientist Programms des Exzellenzclusters PMI neben ihrer Facharzt-Weiterbildung außerdem der Forschung widmen kann. Prof. Dr. Thomas Schwarz, Direktor der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie des UKSH, Campus Kiel, sagt: „Wir sind sehr stolz darauf, dass unsere Kollegin mit dem Deutschen Neurodermitis-Nachwuchspreis 2021 ausgezeichnet wurde. Das ausgezeichnete Forschungsprojekt zeigt eindrücklich, wie die enge Verknüpfung von Krankenversorgung und Forschung am UKSH direkt unseren Patientinnen und Patienten zugutekommen kann.“

Neurodermitis (auch atopisches Ekzem oder atopische Dermatitis) ist eine häufig auftretende, chronisch entzündliche Hauterkrankung, an der bis zu 10 Prozent der Kinder und 5 Prozent der Erwachsenen leiden. Typisch für die Erkrankung sind immer wieder auftretende Ekzeme (schuppende, rote, manchmal sogar nässende Hautstellen) sowie quälender Juckreiz und trockene Haut. Die Erkrankung wird in der Hautklinik des UKSH, im Rahmen des Exzellenzclusters PMI und im EU-geförderten BIOMAP Projekt erforscht. Im Zentrum für entzündliche Hauterkrankungen (ZeH) der Klinik wurde eine Spezialsprechstunde für Neurodermitis eingerichtet, in der Kindern und Erwachsenen eine umfangreiche, kompetente Betreuung angeboten wird.

Über den zweiten Nachwuchspreis der DDG freut sich PD Dr. Wenming Peng, Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie der Universität Bonn. Prof. Dr. Timo Buhl, Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie der Universitätsmedizin Göttingen, wurde von der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft mit dem Hauptpreis ausgezeichnet. Gefördert wird der Deutsche Neurodermitis Preis von Sanofi Genzyme.

Wissenschaftlicher Kontakt:

Dr. Dora Stölzl
Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie
0431 500-67224
doravioletta.stoelzl@uksh.de

Dr. Dora Stölzl, Assistenzärztin der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie des Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH), Campus Kiel, und Clinician Scientist des Exzellenzclusters „Präzisionsmedizin für chronische Entzündungserkrankungen“ (PMI), erhält den Deutschen Neurodermitis-Nachwuchspreis 2021.

Über den Exzellencluster PMI

Der Exzellenzcluster „Präzisionsmedizin für chronische Entzündungserkrankungen/Precision Medicine in Chronic Inflammation“ (PMI) wird von 2019 bis 2025 durch die Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder gefördert (ExStra). Er folgt auf den Cluster Entzündungsforschung „Inflammation at Interfaces“, der bereits in zwei Förderperioden der Exzellenzinitiative (2007-2018) erfolgreich war. An dem neuen Verbund sind rund 300 Mitglieder in acht Trägereinrichtungen an vier Standorten beteiligt: Kiel (Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Muthesius Kunsthochschule, Institut für Weltwirtschaft und Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik), Lübeck (Universität zu Lübeck, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein), Plön (Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie) und Borstel (Forschungszentrum Borstel - Leibniz Lungenzentrum).

Ziel ist es, die vielfältigen Forschungsansätze zu chronisch entzündlichen Erkrankungen von Barriereorganen in ihrer Interdisziplinarität verstärkt in die Krankenversorgung zu übertragen und die Erfüllung bisher unbefriedigter Bedürfnisse von Erkrankten voranzutreiben. Drei Punkte sind im Zusammenhang mit einer erfolgreichen Behandlung wichtig und stehen daher im Zentrum der Forschung von PMI: die Früherkennung von chronisch entzündlichen Krankheiten, die Vorhersage von Krankheitsverlauf und Komplikationen und die Vorhersage des individuellen Therapieansprechens.

Pressekontakt:

Frederike Buhse
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Exzellenzcluster PMI

Exzellenzcluster „Präzisionsmedizin für chronische Entzündungserkrankungen“
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